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Haftungsfalle ausländische Lohnsteuer


Häufig werden im Ausland verwirklichte Lohnsteuersachverhalte von den deutschen Arbeitgebern oder ihren Beratern nicht erkannt, was dann im Entdeckungsfall zu erheblichen Lohnsteuerforderungen nach zu einem ungünstigen Lohnsteuertarif, nebst Geldbußen führen kann.

Vielfach wird darauf  vertraut, durch Unterschreiten der 183-Tage-Frist der ausländischen Lohnsteuer zu entkommen. Dabei werden andere lohnsteuerbegründende Sachverhalte innerhalb dieser Frist übersehen. Soweit durch das ausführende Unternehmen, wenn auch unbewusst, eine ertragsteuerliche Betriebsstätte im Ausland begründet wurde, folgt daraus rückwirkend vom ersten Tage an auch die Lohnsteuerpflicht seiner Arbeitnehmer. Das kann etwa dadurch entstehen, dass auf einer Baustelle im Ausland aus einem Container oder einer Unterkunft heraus Entscheidungen zur Ausführung von Bau- oder Montagearbeiten, etwa zur Arbeitseinteilung oder zu technischen Details, getroffen werden.

Noch unerwarteter dürften Sachverhalte sein, in denen die Arbeitnehmer von deutschen Subunternehmern auf der Baustelle Im Ausland den fachlichen Weisungen des Hauptunternehmers unterworfen sind. In diesem Falle gilt der Auftraggeber als wirtschaftlicher Arbeitgeber, was die niederländische Lohnsteuerpflicht des Subunternehmers zur Folge hat.

Diese Konstellation dürfte bei der Arbeitnehmerüberlassung immer gegeben sein, so dass dort regelmäßig die ausländische Lohnsteuerpflicht greift.

Bei rechtzeitiger Analyse können diese Sachverhalte durch Registrierung der Arbeitnehmer in die richtige Bahn gelenkt werden.

 

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